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    CHRISTIAN LAIS

    Dem deutschen Schlager fehlt es an Typen. Und nicht nur dem: Die vielen Jahre der Suche nach glat... mehr

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    Dem deutschen Schlager fehlt es an Typen. Und nicht nur dem: Die vielen Jahre der Suche nach glatten, mehrheitsfähigen Gesangs-Dienstleistern sitzen der ganzen Musikindustrie noch in den Knochen. Das ist in Deutschland nicht anders als in den anderen Ländern. Die Entwicklung der Star-Suche im Fernsehen und des Aufbaus neuer Künstler nach Markt-Analysen ist an Christian Lais weitgehend vorbeigegangen. Als er 2004 von seinem Produzenten David Brandes den ersten Plattenvertrag angeboten bekam, war an ihm auf den ersten Blick nichts so, wie man sich das Klischee des glatten ... Schlagerschönlings vorstellt. Ein paar Pfunde zu viel waren drauf, in Sachen Styling zog der Künstler unbeirrt sein für Bühnenverhältnisse etwas zu straßentaugliches Ding durch und mit Tanzeinlagen in seinen Shows konnte er auch nicht punkten. Sein Kapital hieß: Stimme. Und selbst die war anders als die gängigen Schlagerstimmen: rauchiger, kantiger und irgendwie, ja: internationaler. Wie gut, dass er mit Brandes an einen Produzenten geraten war, der sich mit internationalen Sounds auskannte. Und dem in jenem Moment die Stimme wichtig war. Und dass da einer vor ihm stand, der „einfach nur singen“ und beim Singen er selbst sein wollte. Nach vielen, für Schlagerverhältnisse durchaus erfolgreichen Single-Versuchen gelang Christian Lais 2008 der Hit des Jahres: „Sie vergaß zu verzeihn“. Der gitarrenlastige Sound verhalf dem im Dreiländereck D/F/CH lebenden Hünen zur höchsten Einsatzzahl aller deutschsprachigen Produktionen des Jahres im Erwachsenen-Segment der Radioanstalten. „Sie vergaß zu verzeihn“ war der Song, der in dreifacher Hinsicht die Handbremse löste. Zum ersten für den Künstler Lais, dessen Songs (sogar die alten!) neuerdings mit einer Gegenliebe bedacht werden, dass der Künstler sich ein ums andere Mal verwundert die Augen reibt und fragt, ob es nach den ganzen verhaltenen Jahren jetzt wirklich mal um ihn geht. Zum zweiten für den Produzenten und Komponisten Brandes, der nach vielen schönen und einigen weniger schönen Erfahrungen in der Musikbranche binnen eines halben Jahres (gemessen ab der VÖ von „Sie vergaß zu verzeihn“) zum angesagtesten Produzenten der gesamten DeutschPop-Branche aufstieg. Und zum dritten für zahlreiche andere, sich in Deutschland tummelnde Autoren, die mit einem Mal den Christian-Lais-Sound für sich entdeckten und abzukupfern begannen. Das dürfen sie sogar. Christian Lais ist ohnehin schon zu neuen Ufern unterwegs. Am 15. Januar 2010 erscheint das neue Album „Atemlos“. „Ich denke schon, dass viele Leute staunen werden“, erzählt Christian Lais während der Vorbereitungen zum Album „Atemlos“. „Die Songs haben eine etwas härtere Gangart, sind textlich sehr, sehr stark und insgesamt eine Spur kantiger als bisher.“ Bisher, das heißt auf dem Debüt-Album bei Ariola, das „Mein Weg“ hieß und solide fünfstellige Absatzzahlen erreicht hat. Dass Christian Lais in der Auswertung des Albums immer mehr Fans gewonnen hat, beweist schon die Tatsache, dass „Mein Weg“ erst drei Monate nach Veröffentlichung in die Trendcharts einstieg und seither jeden Monat stabile Abverkäufe verbuchen kann. Keine Angst: Wer die Musik von Christian Lais bis hierhin mochte, wird sie auch weiterhin mögen. Mit den Songs des Albums „Atemlos“ hat Lais aber zum ersten Mal die Chance, sich ein Publikum auch außerhalb des Schlagers zu erspielen. Die erste Vorab-Single „Atemlos“ schaffte im Spätsommer den Sprung auf die Pole Position der Airplaycharts. Der Nachfolger „Als sie ging“ wird ab Jahreswechsel rotieren. Beide Songs sind sowohl als Radio Edits, als auch in Extended-Versionen auf dem Album „Atemlos“ zu hören. Unter der Mithilfe von Sound-Papst Gary Jones und arrivierten Songtextern der Szene wie Dr. Bernd Meinunger, Udo Brinkmann und Heike Fransecky entstanden neben diesen beiden noch zehn weitere Songs, in denen Christian Lais seine rockigen („Die Nacht hat dein Gesicht“), sinnlichen („Der letzte Kuss“), melancholischen („Babe“), selbstbewussten („Kein Grund zu weinen“), verletzlichen („Doch es tut weh“, „Wie wär mein Leben“) oder ambivalenten Seiten zeigt („Äußerlich“). Immer ehrlich und authentisch. Immer ein bisschen gegen den konservativen Strich gebürstet. Immer plakativ und bilderstark und mit Hooks versehen, die hängen bleiben. Hitverdächtig? Zweifellos ja, aber nicht um jeden Preis. Wichtig ist das Gesamtbild des Sängers; das stimmige, dem Künstler und Menschen Christian Lais entsprechende Konzept, dem sich die Songs zunächst unterzuordnen haben. Zu diesem Konzept gehören auch Experimente. Da wird sich nicht auf Vorhandenem ausgeruht. Das Künstlerbild des Christian Lais erfährt keine Vollendung, nur Reife, Reflektion und Charakterbildung. Was hier wiederkehrt, sind der Aufbruch und die Lust an der Vielfältigkeit. Darin sind Christian Lais und seine Songs eins. „Mal sehen, ob sich die Medien mit dem schwer tun, was wir uns hier ausgedacht haben“, schmunzeln Mastermind Brandes und Sänger Lais. In der Tat liegen hier Chance und Gefahr: Christian Lais ist derzeit in der Radiolandschaft auf einem Erfolgs-Niveau unterwegs, das sich erstens kaum noch toppen lässt und das zweitens alle Blicke auf sich zieht – die der Bewunderer genauso wie die der Neider. Keine Angst beide zu verlieren? „Nicht mal ein Prozent Angst“, sagt Christian Lais mit ruhiger Stimme, „man muss was wagen um weiterzukommen. Das haben wir mit ‚Sie vergaß zu verzeihn’, ‚Wie du’ und ‚Ihr Ring liegt noch hier’ in der Vergangenheit so gemacht und jetzt ist eben wieder die Zeit für was Neues.“ Und David Brandes ergänzt: „Wir werden mit dem neuen Album sowieso wieder neu anfangen zu denken, mit allem, was wir bis dahin wissen. Klar ist ein Song wie ‚Als sie ging‘ seelenverwandt mit einigen bisherigen Hits, aber dabei darf es bei einem Album natürlich nicht bleiben.“ Christian Lais’ magisches Wort heißt Vertrauen. Das zeichnet ihn aus und schottet ihn ab gegen die Reden der Skeptiker und Besserwisser. „Meine Fans sind treu; mein Umfeld weiß, was es tut, und mir gefällt das, was wir hier gemacht haben, einfach saugut! Es wird die Musikfans gut unterhalten. Und ich glaube jetzt einfach an einen guten Weg für mein Album.“ Mit Recht, wie die Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach beweisen wird. Quelle: Ariola Read more on Last.fm. 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